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In den Leuchter hatte ich mich ein bisschen zu
sehr verliebt, aber ansonsten war ich jetzt schon richtig flott.
Außerdem bin ich diesmal mit dem Ergebnis wirklich zufrieden.
Ich habe mehr und mehr das Gefühl, einfach zu malen, was eindeutig
ein Verdienst meines Wacom Interactive Pen Displays ist. Es ist,
als hätte ich mich nur mit einer neuen Maltechnik vertraut
gemacht, gelernt ihren spezifischen Regeln zu folgen. Aber es ist
weder Aquarell, Öl, Acryl oder irgendetwas davon; es ist gewissermaßen
alles auf einmal und noch mehr. Es ist quasi die Omni-Technik. Das
Pathos in diesem Begriff lässt sich allerdings leicht dämpfen,
denn das Arbeiten direkt auf die Festplatte bedeutet auch den Abschied
vom Original! Eine Ursprungsdatei kann ich nicht anfassen, und
sie ist beliebig kopierbar. Im 20. Jahrhundert trieb uns "Das
Kunstwerk im
Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" um. Das war
gestern.
Jetzt haben wir ein neues Problem. Ich nenne es: "Das Kunstwerk
im Zeitalter seiner programmierten Multiplizität" und
mache im übrigen für heute Feierabend.
Jamiri, September 2002
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